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WolfskinderHilfe für "Wolfskinder"Pressemitteilung vom 05.Januar 2005 Lichtenberg. Auf der Flucht vor der Roten Armee in Ostpreußen verloren gegangen, zogen sie in Rudeln durch die Wälder wie die Wölfe: deutsche Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren. Litauische Bauern im Memelland gaben ihnen unter Lebensgefahr ein Dach
über den Kopf und eine neue Identität. Man nannte sie "Wolfskinder".
Ihre Väter waren im Krieg zumeist gefallen, ihre Mütter auf
der Flucht an Entkräftung gestorben oder beim Durchqueren der eiskalten
Memel ertrunken. Noch heute leben ehemalige "Wolfskinder"
in Litauen.
Sein Angebot wurde mit Skepsis aufgenommen. Doch das änderte sich schlagartig, als der Berliner im August 2003 erneut die ehemaligen Wolfskinder besuchte. Er hatte Geld gesammelt - 720 Euro zum Heizen. "Die Heizkosten sind fast unerschwinglich für Menschen, die kaum über ein eigenes Einkommen verfügen. Doch mit 30 Euro kommt man über den Winter" sagte Töpfer. Das Eis war gebrochen. "Als ich das Geld auszahlte, konnten 3 Menschen den Empfang nicht quittieren - sie waren Analphabeten." Im März 2004 folgte Töpfers dritte Besuch, wiederum auf eigenen
Kosten. Und wieder kam er nicht mit leeren Händen: Er hatte in
aufwendigen Recherchen 23 von 28 Identitäten geklärt, 28
Anträge auf soziale Unterstützung gestellt und für 23
ehemaligen "Wolfskinder" Anträge auf deutsche Staatsbürgerschaft
gestellt. Doch sie wollten in ihrer selbst gewählten Heimat bleiben:
"Was sollen wir in Deutschland, wo wir nicht gebraucht werden und
auf Sozialhilfe angewiesen wären, so der allgemeine Tenor",
sagt Töpfer. Einer der "Wolfskinder" ist Augustas Rudeminas
alias Theodor Rieck, geboren am 24. Februar 1934. Er hat niemanden gesucht,
denn Theo, wie ihn alle nennen, war davon überzeugt, dass
seine Mutter und die neun Geschwister tot sind. Theo irrte. Günther
Töpfer fand über den kirchlichen Suchdienst Theos Bruder Erich
in der Nähe von Hannover. |
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